Auszug aus unserer Chronik,
die wie bei vielen anderen Vereinen nicht vollständig ist, sondern nur das wiedergibt was aus alten Aufzeichnungen herausgefiltert werden konnte.

1866
Sangesfreudige Meinbrexer Männer gründen einen Gesangverein
und geben ihm den Namen
"Concordia".
Dirigent ist der damalige Schulleiter Wilhelm Angerstein.

1876
Oberstleutnant Ernst Adolf von Mansberg stiftet dem Verein zu seinem
10jährigen Jubiläum eine Vereinsfahne.

1910
feiert der MGV sein 25jähriges Bestehen.

1919
Es wird wieder gesungen.
Während des 1. Weltkrieges war die Vereinstätigkeit zum Erliegen gekommen.

1924
Lehrer Grote übernimmt das Amt des Chorleiters für 2 Jahre.

1927
Sängerfest in Meinbrexen.
Für Musik sorgt die Stadtkapelle Witzenhausen. Für die Vergabe des Ausschankes an Gastwirt Klages bekommt der Verein 320 Mark. Chorleiter ist bis 1930 der Lehrer Adolf Ahlbrecht. Er erhält für seine Dirigententätigkeit einen Monatslohn von 5 Mark.


1933
erfolgt der Beitritt zum Deutschen Sängerbund.
Friedrich Paletti aus Würgassen übernimmt das Amt des
Chorleiters in den Jahren 1933 + 1934

1934
Karl Meyer Nr. 46 übernimmt das Amt des 1.Vorsitzenden für 1 Jahr.
Der Chor hat 21 aktive Sänger.

1935
In den Jahren 1935 + 1936 ist Karl Bickmeier 1.Vorsitzender des Vereins.
Hilfsweichenwärter Heinrich Lücke übernimmt den Chor.
Er leitet außerdem noch den Kirchenchor Meinbrexen.

1937
Unter dem Vorsitzenden Kurt Scheffel (1937+1938)
gibt sich der Verein eine neue Satzung mit harten Bestimmungen.
z.B.:
Jeder Sangesbruder ist verpflichtet, an den Singabenden zu erscheinen. Für unentschuldigtes Fehlen wird 1 Mark Strafe erhoben. Dreimaliges unentschuldigtes Fehlen zieht den Ausschluß aus dem Verein nach sich. Wer die Unterschrift zur Anerkennung der neuen Satzung verweigert, wird zum 1. Januar 1938 aus der Vereinsliste gestrichen.
28 aktive Sänger erkennen die neue Satzung an.
Als Dirigent wird Lehrer Scheffel genannt.

 

 

Meinbrexer Sänger beim Umzug des Sängerfestes 1956 in Würgassen.

 

1948
Die Singstunden werden nach dem 2.Weltkrieg wieder aufgenommen.
Heinrich Lücke leitet den Chor als Dirigent bis 1954.
Vorsitzender für die Jahre 1949 - 1952 ist Karl Groffmann.

1950
Der Verein gründet eine Laienspielgruppe.

1951
Am 3/4 Juni feiert der Verein unter Beteiligung von 14 befreundeten Vereinen sein 85jähriges Bestehen.

1953
Die Ära Willi Klages beginnt.
Er leitet den Verein 30 Jahre als 1.Vorsitzender.

Maisingen 1963 mit Dirigent Rudi Sieburg.
1955
Heinrich Krause übernimmt den Verein als Dirigent für ein Jahr.
In den Jahren 1956 - 1961 ist Herr Scholz Dirigent.

1961
Der Verein gerät in eine ernste Krise.
Bei der Jahreshauptversammlung werden die Vorstandswahlen abgebrochen
und erst 1962 geht die Vereinsarbeit unter dem alten Vorstand weiter.
Als neuer Dirigent kann Rudi Sieburg aus Fürstenberg gewonnen werden.
Er dirigiert den Verein 17 Jahre und hilft die Probleme zu überwinden.

Unser langjähriger Vorsitzender Willi Klages, mit der vom Bundespräsidenten H. Lübke verliehenen Zelterplakette, anlässlich des 100jährigen Bestehens des Gesangvereins Concordia Meinbrexen
1966
Am 20. März verleiht der damalige Bundespräsident Dr. Heinrich Lüpke anlässlich des 100jährigen Bestehens bei einem Festakt in Bonn dem MGV Meinbrexen die Zelterplakette. Das Jubiläumsfest wird am 28/30 Mai gefeiert. Die Familie von Mansberg stiftet eine Fahnenschleife mit der goldenen Hundert.

1977
Der Verein feiert sein 111jähriges Bestehen auf dem neuen Festplatz am Hahnenholz. 22 Vereine nehmen am Fest teil. Die erst sehr umstrittenen "Dolorados" aus Hannover/Hildesheim werden als Tanzkapelle verpflichtet und tragen mit ihrem Hit, "Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt" zu einem unvergesslich bleibenden Fest bei.

1979
Thomas Schmid-Leißler zieht nach Meinbrexen. Als Vollblutmusiker kann er als Nachfolger für den bisherigen Dirigenten Rudi Sieburg gewonnen werden. Mit ihm übersteht der Verein die nächsten schweren Jahre, die immer mehr von Nachwuchssorgen geprägt sind. Teilweise verfügt der Chor nur über 12 aktive Sänger.

1983
Der MGV richtet das erste Meinbrexer Dorffest aus
und beginnt damit eine neue kleinere Festtradition.
Willi Klages legt nach 30 verdienstvollen Jahren den Vorsitz nieder.
Thomas Schmid-Leißler tritt in den Verein ein und übernimmt für ein Jahr neben dem Amt des Chorleiters auch das des 1. Vorsitzenden, da sich kein anderer Sangesbruder für das Amt zur Verfügung stellt.

1985
Heinz Busche übernimmt das Amt des 1.Vorsitzenden für 2 Jahre.

1987
Horst Hartmann wird zum 1.Vorsitzenden gewählt.
Er leitet den Verein bis zur Umwandlung in einen gemischten Chor

1990
Der Männergesangverein steckt in seiner größten Krise.
Wie vielen Chören in kleinen Orten (Mbr. hat ca. 380 Einwohner)
fehlt es auch dem MGV an genügend aktiven Sängern.
Kurz vor dem 125jährigen Geburtstag steht der Verein vor der Auflösung.
Alle Versuche, alte Aktive wieder zu motivieren bzw. neue Sänger zu gewinnen, führen nicht zum gewünschten Erfolg, den Männergesangverein in seiner bisherigen Form zu erhalten.

1991
Auf der Jahreshauptversammlung am 08.02.91 wird dann nach langen heißen Diskussionen beschlossen, durch eine Befragung der örtlichen Frauen deren Interesse an einem gemischten Chor zu erkunden. Bereits am 22.02.91 findet die erste Zusammenkunft mit 20 Sängerinnen statt. Dieser Erfolg gibt den nötigen Mut für gemeinsame Übungsabende. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 13. Mai 1991 beschließt die Versammlung mit großer Mehrheit die Aufnahme der Frauen und die Umwandlung in einen gemischten Chor. Der Chor gibt sich den neuen Namen "Gesangverein Concordia Meinbrexen". 24 neue Sängerinnen treten 1991 in den Verein ein und geben damit einer langen Sängertradition einen neuen Anfang. Der neu gewählte Vorstand mit seinem Vorsitzenden Karl Heinz Bickmeier wird als erstes beauftragt,
das 125jährige Jubiläumsfest auszurichten.

Am 24/25 August 1991 feiert der Gesangverein Concordia Meinbrexen im Rahmen eines gelungenen Dorffestes mit den befreundeten Gesangvereinen der Samtgemeinde Boffzen sein 125jähriges Bestehen. Auf diesem Fest meistert der neue Chor seinen ersten Auftritt.

1992
Der gemischte Chor nimmt in seinem 2 Jahr bereits an 3 Konzert-veranstaltungen teil. Das erste Maisingen wird ausgerichtet.

1995
Nach umfangreicher Renovierung wird unsere Kirche unter Mitwirkung des Chores wieder eingeweiht. Im Oktober findet eine Busfahrt in die Pfalz statt. Das erste Weihnachtskonzert in der Kirche lockt viele begeisterte Zuhörer an.


1996
Das 130jährige Bestehen des Vereins wird mit sieben befreundeten Vereinen im Rahmen eines Dorffestes ausgiebig gefeiert.

1998
Die Gemeinde Lauenförde feiert ihre 650 Jahrfeier. Im Rahmen der Mbr. Vereinsgemeinschaft beteiligt sich der Chor mit großem Erfolg am Historischen Markt und Umzug.

2001
Unser Gesangverein besteht nunmehr seit 135 Jahren und unser gemischter Chor kann sein 10jähriges feiern. Anlässlich dieses Jubiläums findet am 18/19. August vor der historischen Kulisse im Schlosspark von Mansberg ein großes Chorkonzert mit 17 befreundeten Vereinen statt.
Mit Euro Einführung wird auch der Vereinsbeitrag neu festgesetzt. Er beträgt nunmehr 10 Euro im Jahr. Bisher zahlten die Mitglieder 18,00 DM.